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Informationsabend bezüglich der seit 1.1.2017 verpflichtend geltenden GoBD

10. März 2017

Informationsabend bezüglich der seit 1.1.2017 verpflichtend geltenden GoBD

Gewerbeverein GoBD Informationsabend in der ehemaligen Synagoge

Der Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins Niederzissen Richard Keuler begrüßte Melanie Schneider Knebel, Ralf Degen und Josef Fink in der ehemaligen Synagoge.

Seit dem 01.01.2017 sind Unternehmen verpflichtet, die „Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“ – kurz GoBD – zu erfüllen. Um zu erklären wie das geht und auf welche Fallstricke dabei zu achten ist lud der Gewerbeverein Niederzissen seine Mitglieder und interessierte Unternehmer in die ehemalige Synagoge Niederzissen ein. Zahlreiche Interessierte folgten der Einladung, um sich die Vorträge von Melanie Schneider-Knebel von der Schneider GbR Steuerberater aus Niederzissen-Rodder und Josef Fink von Prozessionell IT Systems aus Oberzissen anzuhören. Melanie Schneider-Knebel erklärte zuerst einmal, was es mit den GoBD auf sich hat und dass die Gefahr von Strafgeldern besteht, wenn Unternehmer sich nicht an die Regeln der ordnungsgemäßen Archivierung halten. Denn nicht nur die Grundsätze der manuellen Buchführung sind dabei zu beachten, sondern auch Datenschutz und eine einheitliche Praxis zur Archivierung, damit die Finanzbehörden die Daten problemlos – und auch maschinell – auswerten können. Betroffen sind u.a. Gewerbetreibende, die zur Erstellung einer Bilanz verpflichtet sind, aber die GoBD greifen auch schon durch den bloßen Einsatz einer Registrierkasse. Nach der Klärung für wen die GoBD gelten und welche Geschäftsfälle sie betreffen, ging es um das Wie – also die technischen Voraussetzungen. Welche Dateiformate sind erlaubt? Wie beeinflusst die Übermittlung, beispielsweise einer Rechnung, die Pflicht zur Aufbewahrung? Und wie kann die maschinelle Auswertbarkeit der digital archivierten Daten gewährleistet werden? Besonders wichtig für viele Unternehmer ist dabei die Archivierung von E-Mails. Auf dieses Thema ging Josef Fink in seinem Vortrag ein, stellte verschiedene Arten von E-Mails und Servertypen vor und erläuterte deren Vor- und Nachteile. Beispielsweise kommen E-Mail-Server in den USA für Gewerbetreibende mit gesetzlicher Schweigepflicht nicht in Betracht, weil die USA als unsicherer Standort gelten. Aber auch die Kostenübersicht für diverse Server-Lösungen hochgerechnet auf mehrere Benutzer und Jahre überraschte viele der Anwesenden. Als auch diese Fragen zur technischen Umsetzung der GoBD beantwortet waren, standen Melanie Schneider-Knebel und Josef Fink natürlich noch zu einer Fragerunde bereit, um die letzten Unklarheiten zu beseitigen und das Erlernte zu vertiefen. Was von zahlreichen Teilnehmern im Hinblick auf die Wichtigkeit der GoBD gerne genutzt wurde. „Es war eine sehr interessante Präsentation zu einem immens wichtigen Thema. Wir sind stolz, dass der Gewerbeverein Niederzissen in seinen Reihen Unternehmer wie Melanie Schneider-Knebel und Josef Fink hat, die sich gerne dazu bereit erklärten die anderen Mitglieder über die Thematik GoBD aufzuklären. Und wir möchten unseren Mitgliedsbetrieben auch in Zukunft den Service solcher Informationsveranstaltungen bieten.“, bedankte sich der Vorsitzende Ralf Degen zum Abschluss bei den beiden Dozenten.

Quelle: Pressemitteilung Blick aktuell E-Paper 02.03.2017

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